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Papierlexikon

Alterungsbeständigkeit
Die meisten Büropapiere erfüllen die Normen DIN ISO 9706 und DIN 6738 LDK 6-85, und haben damit eine Alterungsbeständigkeit von > 50 bis mehrere 100 Jahre.

Altpapier
Altpapier umfasst gebrauchte Papierprodukte, die in privaten Haushalten oder Unterneh-men gesammelt werden. Es dient als wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Recyclingpapier, Zeitungspapier sowie verschiedener weiterer Papiererzeugnisse, darunter Kartonagen und Verpackungen. 
 
Bankpostpapier
Bankpostpapier ist ein hochwertiges Schreibpapier, das sich durch seine glatte Oberfläche, hohe Festigkeit und oft durch ein eingearbeitetes Wasserzeichen auszeichnet. Es kommt vor allem bei offizieller Korrespondenz, Verträgen, Urkunden sowie exklusiven Briefbögen zum Einsatz. Das übliche Flächengewicht beträgt etwa 80 bis 100 g/m². Aufgrund seiner repräsentativen Wirkung wird es häufig von Banken, Versicherungen, Kanzleien und anderen Institutionen für wichtige Dokumente und besondere Anlässe verwendet.

Blauer Engel
Der Blaue Engel ist seit 1978 das offizielle Umweltzeichen der Bundesregierung für besonders umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Im Bereich Papier können ausschließlich Recyclingpapiere mit diesem Siegel ausgezeichnet werden. Dabei werden sowohl die Umweltverträglichkeit der Herstellung als auch die Qualität und Gebrauchstauglichkeit des Papiers bewertet. Zu den geprüften Kriterien zählen unter anderem die Kopier- und Druckeigenschaften sowie die Archivierungsfähigkeit. Als anspruchsvollstes Umweltzeichen für Papier steht der Blaue Engel für höchste ökologische Standards. Besonders bekannt ist Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ (DE-UZ 14a), das zu 100 Prozent aus Altpapier hergestellt wird. Durch den Verzicht auf Frischfasern trägt es wesentlich zum Schutz der Wälder bei. Darüber hinaus werden bei der Produktion im Vergleich zu Frischfaserpapier Energie, Wasser und Chemikalien eingespart. Für die Zertifizierung mit dem Blauen Engel muss das verwendete Altpapier zu mindestens 65 Prozent aus unteren und mittleren Altpapiersorten bestehen, beispielsweise aus sortierten Haushaltssammlungen. Diese werden durch hochwertige Aufbereitungsprozesse zu Recyclingpapier mit hoher Qualität weiterverarbeitet. Zusätzlich definiert der Blaue Engel Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit gemäß DIN EN 12281 sowie an die Alterungsbeständigkeit nach DIN 6738 und LDK 24-85. Diese Normen gewährleisten, dass das Papier sowohl in Druck- und Kopiersystemen zuverlässig eingesetzt als auch langfristig ohne Qualitätsverluste archiviert werden kann. Zudem werden die beim Druck- und Kopiervorgang entstehenden Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen geprüft und begrenzt.

Büttenpapiere
Büttenpapiere warden für bestimmte Anwendungen eingesetzt und zeichnet sich durch besondere Eigenschaften aus. Büttenpapiere wurden ursprünglich von Hand mit einem Sieb aus der “Bütte“ geschöpft. Typisches Merkmal dieses handgeschöpften Büttenpapiers ist der faserig ausgedünnte Rand, der am Außenrand des Siebes entsteht. Das Handschöpfen wird allerdings kaum noch betrieben. Statt dessen wird heute echtes Büttenpapier maschinell mit dem Rundsieb geschöpft.

Chromo-Karton
Chromokarton ist ein mehrlagiges, meist einseitig gestrichenes Papiergewicht von 280 bis 450 g/m². Dank seiner extrem glatten Vorderseite und hohen Steifigkeit eignet er sich perfekt für brillante Druckergebnisse, wie sie für hochwertige Verpackungen, Postkarten und Broschüren benötigt werden.

Chromo-Papier
Chromopapier ist ein einseitig gestrichenes, veredeltes Papier mit einer hochglänzenden bis matten Oberfläche. Es zeichnet sich durch hervorragende Bedruckbarkeit aus und wird aufgrund seiner Wasserfestigkeit und Stabilität hauptsächlich für Etiketten, Poster, Puzzles und hochwertige Verpackungen verwendet.

ColorLok
Papiere mit der ColorLok®-Technologie bieten beim Druck ein besseres Farbergebnis und eine schnellere Trocknung bei Tintenstrahldruckern. Die Komponenten des Laserdruckers werden geschont.

Cradle to Cradle (C2C)
Cradle to Cradle („von der Wiege zur Wiege“) bezeichnet ein Konzept, bei dem Kopierpapier so hergestellt wird, dass es sich an natürlichen Kreisläufen orientiert. Ziel ist es, die eingesetzten Materialien nach der Nutzung wieder vollständig in biologische oder technische Kreisläufe zurückzuführen, sodass möglichst keine schädlichen Abfälle entstehen. Trägt eine Papierverpackung ein Cradle-to-Cradle-Zertifikat, wird dieses in verschiedenen Stufen vergeben, beispielsweise Bronze, Silber, Gold oder Platin. Je höher die Zertifizierungsstufe, desto anspruchsvoller sind die erfüllten Kriterien und desto umfassender entspricht das Produkt den Anforderungen des Cradle-to-Cradle-Standards.


Dokumentenpapier
Dokumentenpapier ist Papier mit hoher Alterungsbeständigkeit. Es ist holzfrei, auch mit Hadernzusatz oder ganz aus Hadern gefertigt und findet Verwendung für Schriftstücke sowie Dokumente, die lange aufbewahrt werden müssen.

Dünndruckpapier
Dünndruckpapier ist ein extrem dünnes Papier mit niedrigen Flächengewicht und hoher Opazität (Lichtundurchlässigkeit). Es eignet sich ideal für umfangreiche Druckerzeugnisse, bei denen Platz und Gewicht eine entscheidende Rolle spielen. Es wird z.B. für Kataloge, Prospekte, Mailings, Zeitschriften, Broschüren, Beipackzettel, Formulare usw. verwendet.

Duplexdruck
Papiere mit hoher Opazität und Volumen sind am besten für den beidseitigen Druck geeignet. Der beidseitige Druck, auch Duplexdruck genannt, bietet einen grossen Vorteil: Er spart Papier und schont die Umwelt.

Durchschlagpapier
Bei Durchschlagpapier, alternativ Durchschreibepapier oder Kohlepapier, handelt es sich um ein hochgradig dünnes Spezialpapier. Es dient dazu, beim Beschreiben eines Originals automatisch eine oder mehrere exakte Kopien anzufertigen.

ECF
Elementary Chlorine Free bedeutet, dass bei der Bleiche mit Chlorverbindungen kein giftiges Dioxine freigesetzt wird. Es ist inzwischen in der Papierproduktion Standard.

EMAS
Das "Eco-Management and Audit Scheme" (EMAS), auch als "EU-Öko-Audit" bekannt, ist ein von der Europäischen Union entwickeltes Umweltmanagementsystem. Es unterstützt Unternehmen und Organisationen dabei, ihre Umweltleistung freiwillig und kontinuierlich zu verbessern. Durch den effizienten Einsatz von Ressourcen können Umweltbelastungen reduziert und gleichzeitig Kosten eingespart werden. EMAS gewährleistet zudem eine rechtssichere, transparente und systematische Berücksichtigung aller relevanten Umweltaspekte – von Energieverbrauch und Emissionen bis hin zu Abfallmanagement und Ressourcennutzung.

EU-Ecolabel
Mit dem EU Ecolabel, auch „Euroblume“ genannt, kennzeichnet die Europäische Union besonders umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Das Siegel steht für hohe Umweltstandards und unterstützt Verbraucher dabei, nachhaltige Angebote leichter zu erkennen und irreführende Umweltversprechen zu vermeiden.

Farb-Laserpapiere
Farb-Laserpapier wurde speziell für den Einsatz in Farblaserdruckern und Farbkopierern entwickelt. Dank seiner besonders glatten, satinierten Oberfläche sowie seiner hohen Temperaturbeständigkeit ermöglicht es eine optimale Fixierung des Toners während des Druckprozesses. Dadurch entstehen Ausdrucke mit hoher Schärfe, brillanten Farben und klaren Kontrasten. Im Vergleich zu herkömmlichem Kopierpapier ist Farb-Laserpapier meist glatter und häufig auch stärker. Diese Eigenschaften sorgen für eine gleichmäßige Verteilung der Tonerpartikel und verhindern Streifenbildung bei Bildern und Grafiken. Die speziell abgestimmte Oberflächenbeschaffenheit unterstützt zudem eine intensive Farbwiedergabe und eine präzise Darstellung von Details.

Feinpapier
Feinpapier (oder Feinstpapier) ist ein besonders hochwertiges, holzfreies Papier, das durch die Zugabe von Baumwollfasern (Hadern) veredelt wird. Es besticht durch seine edle Haptik, Langlebigkeit und Lichtbeständigkeit. Perfekt für repräsentative Broschüren, exklusive Einladungen und eine herausragende Geschäftsausstattung.

Feuchtigkeit in Papieren
Die Papierfeuchtigkeit hat einen entscheidenden Einfluss auf die elektrostatische Aufladung, die Formstabilität sowie die Aufnahme und Trocknung von Druckfarben. Dadurch wirkt sie sich direkt auf die Qualität des Druckergebnisses aus. Schwankungen im Feuchtigkeitsgehalt können zu Wellen oder Verformungen des Papiers führen, die häufig Papierstaus in Druckern und Kopierern verursachen. Aus diesem Grund kommt einer sachgerechten Lagerung des Papiers eine besondere Bedeutung zu.

Formate
DIN A6        105 × 148 mm
DIN A5        148 × 210 mm
DIN A4        210 × 297 mm
DIN A3        297 × 420 mm
DIN A3+      305 × 457 mm
DIN SRA3    320 × 450 mm

Fotopapier
Fotopapier ist ein Spezialpapier für den perfekten Bilderdruck. Die besondere Beschichtung bindet Tinte exakt, verhindert das Verlaufen von Farben und sorgt so für gestochen scharfe Details und brillante Ergebnisse.

FSC
Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine international tätige Non-Profit-Organisation, die Standards zur Förderung einer ökologisch nachhaltigen, sozial verantwortlichen und wirtschaftlich rentablen Forstwirtschaft entwickelt.

Geriestes Papier
„Geriestes“ oder „eingeriestes“ Papier bezeichnet Papier, das in Verpackungspapier (Rieseinschlag) eingeschlagen ist. Üblicherweise wird es in handlichen Paketen zu jeweils 500 Blatt verpackt, die als ein „Ries“ bezeichnet werden. Der Begriff „Ries“ (Rieß) steht somit für eine Papiermenge von in der Regel 500 Blatt.

Gestrichenes Papier
Gestrichenes Papier (coated) wird oft auch als Bilderdruckpapier bezeichnet – ist mit einer speziellen flüssigen Masse aus Pigmenten und Bindemitteln veredelt. Diese Schicht schließt die Poren des Rohpapiers, wodurch die Oberfläche extrem glatt und gleichmäßig wird. Zudem wirkt das Papier dadurch blickdichter. Es ist die erste Wahl, wenn es um gestochen scharfe und hochauflösende Druckergebnisse geht.

Grammatur
Die Grammatur kennzeichnet das Flächengewicht und damit die Dicke des Papiers. Kopierpapiere haben üblicherweise ein Flächengewicht von 80 g/m². Das heißt: 1 Quadratmeter dieses Papiers wiegt 80 g. Aus Platzgründen wird z.B. für die Archivierung oft dünneres Papier eingesetzt, z.B. 70 g/m². Für hochwertige
Dokumente werden oft Papiere mit 100 g/m² oder höher eingesetzt.

Graspapier
Graspapier gilt als umweltfreundliche Alternative zu konventionellem Papier, da bei der Herstellung ein Teil des Frischholzzellstoffs durch sonnengetrocknete Grasfasern ersetzt wird. Dies reduziert den Verbrauch natürlicher Ressourcen und trägt zu einer nachhaltigeren Produktion bei. Das Material ist vollständig recycelbar und setzt sich in der Regel aus ca. 30 bis 50 Prozent Grasfasern sowie 50 bis 70 Prozent Altpapier oder Frischfasern zusammen. Typische Merkmale von Graspapier sind eine leicht raue Oberflächenbeschaffenheit, natürliche Farbnuancen von hellbraun bis grünlich sowie vereinzelt sichtbare Pflanzenfasern. Darüber hinaus kann es einen dezenten, an Heu erinnernden Eigengeruch aufweisen. Aufgrund seiner ökologischen Vorteile findet Graspapier vor allem Verwendung bei Etiketten, Visitenkarten, Menuekarten, Verpackungen sowie diversen Büro- und Schreibwarenprodukten.

Graukarton
Graukarton ist ein umweltfreundlicher, formstabiler Recyclingkarton, der zu 100 % aus Altpapier besteht. Er zeichnet sich durch seine raue, graue Oberfläche aus, da bei der Herstellung auf Bleiche oder künstliche Aufheller verzichtet wird. Er verfügt über eine hohe Festigkeit, Steifigkeit sowie gute Stanz- und Rill-eigenschaften. Hauptanwendungen: Kartonagenzuschnitte, Rückwände von Briefblöcken und Kalendern, Faltschachteln, Modellbau, Bastelarbeiten u.v.a.m.

Graupappe
Die Graupappe besteht auch aus aus 100% Altpapier. Gegenüber dem Graukarton – ist es ein dickeres, stabileres Material (auch Vollpappe genannt). Sie wird als Buchbinderpappe, als Ziehpappe für Schachteln, Dosen und andere Behälter sowie als allgemeines Verpackungsmaterial verwendet.

Hadernpapier
Hadernpapier ist hochwertiges Papier, das ganz oder teilweise aus alten Textilien (Lumpen bzw. Hadern) wie Baumwolle oder Leinen hergestellt wird. Da es aus bereits verarbeiteten, langen Textilfasern hergestellt wird - ist es extrem langlebig, reißfest und alterungsbeständig. Anwendungen: Urkunden, Wertpapiere, Banknoten, Hochwertiges Künstlerpapier etc.

Handgeschöpftes Papier
Handgeschöpftes Papier (Büttenpapier) ist ein traditionell von Hand in einem Schöpfrahmen gefertigter Einzelbogen. Es zeichnet sich durch eine unregelmäßige, griffige Struktur und den typischen, ausgefransten Büttenrand an allen vier Seiten aus. Es eignet sich ideal für besondere Anlässe, Urkunden oder künstlerische Arbeiten.

Hanfpapier
Hanfpapier ist ein Papierprodukt, das vollständig oder teilweise aus den Fasern des Nutzhanfs hergestellt wird und damit eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichem Papier auf Holzzellstoffbasis darstellt. Da Hanf innerhalb kurzer Zeit nachwächst und im Vergleich zu Bäumen deutlich höhere Fasererträge pro Anbaufläche liefert, gilt seine Nutzung als besonders ressourcenschonend. Die Hanffasern sind etwa vier- bis fünfmal länger als Holzfasern, wodurch das Papier eine hohe Zug-, Reiß- und Nassfestigkeit erhält. Charakteristisch sind zudem die natürliche Optik, eine häufig leicht raue Oberflächenstruktur sowie eine hochwertige und angenehme Haptik. Aufgrund seiner besonderen Materialeigenschaften wird Hanfpapier vor allem für hochwertige und spezialisierte Anwendungen eingesetzt. Dazu zählen unter anderem exklusive Visitenkarten und Etiketten, Zigarettenpapier, Briefpapier, Banknoten, Zeichenpapier sowie weitere Premium- und Spezialpapierprodukte.

Holzfreies Papier
Holzfreies Papier besteht letztlich auch aus Holz. Der Unterschied: Das unerwünschte Lignin wird  bei die-sem Herstellungsverfahren unter Einsatz von Hitze, Druck und Chemikalien herausgelöst - jedoch - nie zu 100 Prozent. Aus diesem Grund wird das restliche Lignin in nachfolgenden Bleichvorgängen entfernt. Als holzfrei darf somit jedes Frischfaserpapier bezeichnet werden, das weniger als 5 Prozent Holzstoff enthält. 

Holzhaltiges Papier
Holzhaltiges Papier enthält mehr als 5 Prozent Holzstoff bzw. verholzte Fasern. Dieses Papier zeichnet sich durch eine hohe Opazität aus (weniger Durchscheinen) und wird dank günstiger Druckeigenschaften bevorzugt für kurzlebige Produkte verwendet. Unter Lichteinfluss altert und vergilbt es schneller als holzfreie Papiere. Dank der guten Blickdichte eignet es sich ideal für zweiseitig bedruckte Produkte, wie z.B. Zeitungen, Telefonbücher, Taschenbücher und Kataloge.

Hygienepapiere
Hygienepapiere sind saugstarke Einwegprodukte für Körperpflege und Reinigung. Da sie direkt am Körper oder an Lebensmitteln eingesetzt werden, unterliegen sie in Deutschland als Bedarfsgegenstände strengen gesetzlichen Vorgaben, wie dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB). Zu den gängigsten Hygienepapieren gehören: Toilettenpapier, Küchenrollen, Putzpapier, Papiertaschentücher, Kosmetiktücher, Papierhandtücher und Servietten. 

Karteikarton
Karteikarton ist ein besonders zäher, glatter und formstabiler Karton (oft zwischen 160 und 300 g/m²). Er zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Lichtbeständigkeit und eine oft beidseitig satinierte Oberfläche aus. Typische Einsatzgebiete sind: Karteikarten für physische Zettelkästen, Lernkarten oder Rezeptsammlungen, Register und Trennblätter in Ordnern. Häufig wird er für Karteireiter, Karteien, Menükarten oder Karteikästen genutzt.

Kohlepapier
Kohlepapier (Carbonpapier) ist ein mit Wachsfarbe beschichtetes dünnes Papier zur Anfertigung von Durchschlägen auf Schreib- oder sonstigen Büromaschinen. Das Carbonrohpapier ist ein Seidenpapier aus Zellstoff.

Kopierpapier
Kopierpapier wird häufig auch als Druckerpapier, Büropapier, Universal- oder Multifunktionspapier bezeichnet und ist ein ungestrichenes, holzfreies Naturpapier. Hauptsächlich findet es Verwendung in Kopierern und Laserdruckern. Standardmäßig wird es in den Formaten DIN A4 oder DIN A3 eingesetzt. Die übliche Grammatur liegt meist bei 80 g/m². Für wichtige Dokumente werden oft 90 bis 100 g/m² verwendet.

Kraftpapier
Das Kraftpapier (Braun) wird häufig aus Recyclingpapier hergestellt. Es ist sehr riss- und reißfest, so dass es für die Herstellung von Papiersäcken, Papiertüten, Papiertragetaschen, Verpackungen, Taschen, Papierkörben, Papierrollen etc. verwendet wird. Das weiße Kraftpapier ist gebleicht.

Küchentücher
Küchentücher sind saugstarke Einweg-Küchenpapiere, die in verschiedenen Ausführung angeboten werden. Sie sind in den Varianten aus 100 Prozent Frischzellstoff (hochweiß) oder als nachhaltiges Recyclingpapier erhältlich. Dabei handelt es sich meist um 2- bis 3-lagige Küchenpapiere mit spezieller Prägung für maximale Reißfestigkeit und Saugkraft. Sie eignen sich für Privathaushalte, aber dank chlorfreier Bleichung (Blauer Engel) ebenso auch für lebensmittelverarbeitende Betriebe und die Gastronomie.

Lagerung von Büropapier
Da Papier leicht Feuchtigkeit aufnimmt, erfolgt die Lagerung optimal in trockenen und kühlen Räumen. Für optimale Druckergebnisse sollte die Lagerung möglichst 24 Stunden vor der Nutzung bereits in dem Raum des Druckers gelagert werden, damit es die Luftfeuchte und Temperatur adaptiert.

Laufeigenschaften
Die Laufeigenschaft von Kopierpapier beschreibt, wie zuverlässig und problemlos das Papier durch Drucker oder Kopierer geführt wird. Gute Laufeigenschaften sorgen für einen störungsfreien Papiertransport, reduzieren Papierstaus und tragen dazu bei, die Geräte langfristig zu schonen.
Die Laufeigenschaften werden von mehreren Faktoren beeinflusst:

  • Steifigkeit und Grammatur: Das Papier benötigt eine passende Stärke und Stabilität, damit es sich während des Transports nicht knickt oder verformt.
  • Feuchtigkeitsgehalt: Zu feuchtes Papier kann dazu führen, dass Blätter aneinander haften oder sich durch die Wärme im Drucker wellen.
  • Schnittqualität und Kantenbeschaffenheit: Präzise und glatte Schnittkanten verhindern, dass einzelne Blätter hängen bleiben oder sich verhaken.
  • Staubarmut: Qualitativ hochwertiges Papier erzeugt weniger Papierstaub und Fasern, wodurch die Druckerrollen sauber bleiben und die Funktionssicherheit erhöht wird.

Laufrichtung
Die Faserrichtung eines Papierbogens wird je nach Verlauf der Fasern unterschieden in Schmalbahn (SB) und Breitbahn (BB). Bei der Schmalbahn verlaufen die Fasern parallel zur langen Seite des Bogens, bei der Breitbahn parallel zur kurzen Seite. Die Laufrichtung spielt eine wichtige Rolle, da Papierfasern auf Veränderungen der Luftfeuchtigkeit unterschiedlich reagieren. Während sie sich in Faserrichtung nur gering ausdehnen, quellen sie quer zur Faserrichtung stärker auf. Dadurch kann sich das Papier verformen oder wellen. Bei Breitbahn-Papieren verlaufen die Fasern entlang der kürzeren Bogenkante, bei Schmalbahn-Papieren entlang der längeren. Üblicherweise werden DIN-A4-Formate in Schmalbahn und DIN-A3-Formate in Breitbahn hergestellt. Die richtige Faserrichtung ist sowohl für den Druckprozess als auch für die Weiterverarbeitung entscheidend. Insbesondere beim Falzen, Rillen, Klebebinden und ähnlichen Verarbeitungsschritten beeinflusst sie die Qualität und und Stabilität des Endprodukts.

Maschinenkarton

Als Maschinenkarton oder Maschinenpappe bezeichnet man mehrlagigen, meist aus Altpapier produzierten Karton, der auf Papiermaschinen in großen Endlosbahnen hergestellt wird. Er überzeugt vor allem durch seine hohe Stabilität, gleichbleibende Qualität und hervorragenden Bedruckbarkeit. Seine typische Anwendung findet er in der Verpackungsweiterverarbeitung.

Naturpapier
Naturpapier ist ein unbehandeltes, ungestrichenes Papier ohne chemische Bleiche oder Beschichtung. Es ist biologisch abbaubar und zeichnet sich durch eine natürliche, raue und griffige Haptik aus.

Nordic Swan
Das Nordic Swan Ecolabel, auch als Nordischer Schwan bekannt, ist das offizielle Umweltzeichen der nordischen Staaten Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden. Es wurde 1989 vom Nordischen Ministerrat eingeführt und zählt heute zu den weltweit anerkanntesten und anspruchsvollsten Umweltzertifizierungen. Das Siegel kennzeichnet Produkte und Dienstleistungen, die strenge Umweltanforderungen erfüllen und zugleich hohe Qualitätsstandards gewährleisten.

Offsetpapier
Offsetpapier ist ein hochwertiges, glattes und reinweißes Druckpapier, das speziell für den Offsetdruck entwickelt wurde. Es zeichnet sich durch hervorragende Tintenabsorption und exzellente Bedruckbarkeit aus. Dank der unterschiedlichen Stärken und Qualitäten ist es die ideale Wahl für Broschüren, Kataloge und andere Marketingmaterialien. Zudem ist es in der Regel recyclingfähig.

Opazität
Opazität  (in %) bezeichnet bei Papieren die Lichtundurchlässigkeit. Sie zeigt an, wie stark Papier oder Karton das Durchscheinen von Licht beziehungsweise von auf der Rückseite befindlichen Druckinhalten verhindert. Je höher die Opazität eines Papiers, desto geringer ist seine Durchscheinbarkeit. Die Opazität eines Papiers kann während der Herstellung durch den Einsatz von Füllstoffen (weiße Pigmente wie Titandioxid, Kaolin oder Kreide) oder einen höheren Holzanteil erhöht werden.

PEFC
PEFC kennzeichnet Holz und Holzprodukte aus nachhaltiger Waldwirtschaft. PEFC ist heute das weltweit größte unabhängige Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung. Die Abkürzung steht für „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“ (Programm zur Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen). Ursprünglich bedeutete PEFC jedoch „Pan European Forest Certification“, da das System 1999 als europäische Initiative ins Leben gerufen wurde. Mit der zunehmenden internationalen Verbreitung erfolgte ab 2003 eine globale Ausrichtung, die auch zur Umbenennung des Systems führte.

Plakatpapier
Plakatpapier wir auch Affichenpapier oder Blaurückenpapier genannt - ist ein spezielles, feuchtigkeitsbeständiges Papier für den Innen- und Außenbereich. Es ist nassfest, vollgeleimt und lichtundurchlässig, wodurch es sich ideal zum Einweichen, Verleimen und für den wetterfesten Plakatanschlag an Litfaßsäulen oder Werbetafeln eignet. Die matte, weiße Vorderseite sorgt für hohe Farbbrillanz, schluckt keine Druckfarbe und bietet eine exzellente Deckkraft. Häufig besitzt das Papier eine blaue Rückseite. Diese verhindert, dass alte Werbung auf Plakatwänden durchscheint.

Primärfasern
Als Primärfasern oder auch Frischfasern genannt - werden in der Papierindustrie Fasern bezeichnet, die direkt aus pflanzlichen Rohstoffen (hauptsächlich Holz) gewonnen und zum ersten Mal für die Papierproduktion verwendet werden. Sie werden durch mechanisches oder chemisches Lösen aus dem Holzverbund als Zellstoff hergestellt. Sie sind besonders lang, reißfest, saugfähig und hell. Im Gegensatz zu Sekundärfasern (aus Altpapier) durchlaufen sie ihren ersten Einsatz. Nach Gebrauch werden sie zum wichtigen Rohstoff für den Recyclingkreislauf.

Recyclingpapier
Recyclingpapier wird vollständig aus aufbereitetem Altpapier und Kartonagen gewonnen. Es stellt eine ökologisch nachhaltige Alternative zu Frischfaserpapier dar, da für die Produktion keine Rodungen erforderlich sind und der Energie- sowie Wasserverbrauch signifikant reduziert wird. Zudem verringert sich der CO2-Ausstoß erheblich. Entgegen veralteter Annahmen über eine raue und graue Beschaffenheit zeichnen sich moderne Recyclingpapiere durch innovative Aufbereitungsverfahren durch einen hohen Weißegrad aus, der dem von Frischfaserpapier kaum noch nachsteht.

Satiniertes Papier
Satiniertes Papier wird durch beheizte Walzen (Kalander) geglättet und verdichtet. Das Ergebnis ist eine extrem glatte, geschlossene und oft leicht glänzende Oberfläche. Sie sorgt für eine brillante Farbwiedergabe sowie gestochen scharfe Bilder und Texte.Typische Einsatzbereiche: Hochwertige Magazine, Broschüren, Kataloge und Briefpapier.

Schreibpapier
Schreibpapier ist ein ungestrichenes Papier, das beidseitig mit Tinte beschreibbar ist. Dabei dürfen Schriftzüge weder verlaufen noch auf die Rückseite durchschlagen. Das Papier ist grundsätzlich vollgeleimt und eignet sich sowohl zum handschriftlichen Beschreiben als auch zum Bedrucken. Abhängig vom vorgesehenen Verwendungszweck kann es in holzhaltiger oder holzfreier Ausführung hergestellt werden. Durch die Zugabe von Füllstoffen wird die Lichtdurchlässigkeit reduziert und somit die Opazität erhöht. Zur Gewährleistung eines gleichmäßigen Schreibverhaltens wird die Oberfläche satiniert, also geglättet, sodass das Gleiten der Schreibfeder nicht beeinträchtigt wird.

Seidenpapier
Seidenpapier ist ein sehr leichtes, dünnes und leicht durchscheinendes Papier mit einer geringen Flächenmasse von meist etwa 18 bis 30 g/m². Es wird überwiegend aus holzfreiem Zellstoff oder recycelten Fasern hergestellt und besitzt eine feine, glatte Struktur. Aufgrund seiner weichen Beschaffenheit eignet es sich besonders zum Schutz empfindlicher Produkte bei der Verpackung. Darüber hinaus findet es häufig Verwendung als Geschenkverpackung sowie als dekoratives Element in Blumenarrangements und Sträussen.

Sekundärfasern
Sekundärfasern sind wiederverwertete Papierfasern, die durch das Recycling von Altpapier zurückgewonnen werden. Ursprünglich gehen sie auf Holzfasern zurück, die als Primärfasern bezeichnet werden. Die Herstellung von Papier aus recycelten Fasern benötigt im Vergleich zur Produktion von Frischfaserpapier deutlich weniger Energie und Wasser und verursacht zudem geringere CO₂-Emissionen. Mit jedem Recyclingprozess verkürzen sich die Papierfasern jedoch und verlieren einen Teil ihrer Festigkeit. Deshalb ist es nach mehreren Recyclingzyklen notwendig, dem Material neue Holzfasern beizumischen, um die gewünschten Papiereigenschaften zu erhalten.

Selbstdurchschreibepapier
Selbstdurchschreibepapier (SD-Papier) ermöglicht die gleichzeitige Erstellung mehrerer Kopien, ohne dass zusätzliches Kohlepapier erforderlich ist. Durch den Druck eines Stifts oder Druckers werden mikroskopisch kleine Farbstoffkapseln aufgebrochen. Der freigesetzte Farbstoff reagiert mit einer speziellen Beschichtung auf dem darunterliegenden Blatt und erzeugt unmittelbar eine sichtbare Durchschrift.
Ein SD-Papiersatz besteht üblicherweise aus mehreren Lagen:

  • Oberblatt (CB – Coated Back): Die Rückseite ist mit Mikrokapseln beschichtet, die den Farbstoff enthalten. Dieses Blatt dient als Farbstoffquelle.
  • Mittelblatt (CFB – Coated Front and Back): Es nimmt den Druck des darüberliegenden Blattes auf und überträgt ihn an die nächste Lage. Daher ist es sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite beschichtet.
  • Unterblatt (CF – Coated Front): Die Vorderseite besitzt eine reaktive Beschichtung, welche den Farbstoff aufnimmt und dadurch die Durchschrift sichtbar macht.

Sicherheitspapiere
Sicherheitspapiere sind speziell entwickelte Papiere, die dem Schutz von Dokumenten vor Fälschungen, Manipulationen und unerlaubter Vervielfältigung dienen. Sie werden überwiegend von Sicherheits-druckereien hergestellt und finden Verwendung bei Reisepässen, Banknoten, Zeugnissen,  Urkunden sowie Gutscheinen. Um Missbrauch zu verhindern, sind sie mit verschiedenen sichtbaren und verdeckten Sicherheitsmerkmalen ausgestattet. Beim Kopieren oder Scannen solcher Dokumente werden beispielsweise Warnhinweise wie „COPY“ oder „ILLEGAL COPY“ sichtbar, oder die Kopie wird unleserlich bzw. vollständig geschwärzt. Darüber hinaus enthalten viele Sicherheitspapiere individuelle Wasserzeichen, die weder problemlos reproduziert noch digital erfasst werden können. Zusätzlich reagieren sie auf chemische Manipulationsversuche, etwa das Entfernen von Schrift oder Tinte, indem sie sich verfärben und dadurch Eingriffe erkennbar machen.

Steifigkeit
Die Steifigkeit eines Papiers bezeichnet seinen Widerstand gegen Biegung und Verformung. Bei Kopierpapier stellt sie ein wichtiges Qualitätsmerkmal dar, da sie die Laufeigenschaften im Drucker bzw. Kopierer maßgeblich beeinflusst. Papier mit hoher Steifigkeit wirkt griffiger, stärker und hochwertiger. Es behält seine Form besser bei und kann zuverlässig durch Druck- und Kopiersysteme transportiert werden. Zudem verringert eine hohe Steifigkeit das Risiko von Papierstaus, da das Papier weniger anfällig für Knicke, Wellen oder Verformungen während des Druckvorgangs ist.

Steinpapier
Steinpapier (Stone Paper) ist eine moderne und ressourcenschonende Alternative zu herkömmlichem Papier auf Zellstoffbasis. Es besteht zu rund 80 % aus fein gemahlenem Kalkstein (Kalziumkarbonat) und zu etwa 20 % aus recyceltem, ungiftigem Polyethylen (HDPE), das als Bindemittel dient. Das Material ist wasserabweisend, reißfest und bleibt auch bei Kontakt mit Flüssigkeiten formstabil. Im Gegensatz zu herkömmlichem Papier besitzt Steinpapier keine faserige Oberfläche, sondern eine besonders glatte, weiche und nahezu samtige Haptik. Da Farben und Tinten nicht in das Material eindringen, sondern auf der Oberfläche verbleiben, trocknen sie langsamer als auf gewöhnlichem Papier. Diese Eigenschaft eröffnet interessante Möglichkeiten für verschiedene künstlerische Anwendungen, beispielsweise in der Aquarellmalerei. Darüber hinaus ist Steinpapier lebensmittelecht, resistent gegenüber Insektenbefall, schwer entflammbar. Unter Einwirkung von UV-Licht kann es jedoch zersetzt werden.

TCF
„Totally Chlorine Free“ (TCF) steht für eine vollständig chlorfreie Herstellung von Zellstoff und Papier. Bei diesem umweltfreundlichen Bleichverfahren kommen weder Chlor noch chlorhaltige Chemikalien zum Einsatz. Stattdessen werden alternative Bleichmittel wie Sauerstoff, Ozon oder Wasserstoffperoxid verwendet. Dadurch entstehen keine schädlichen chlororganischen Rückstände oder gefährlichen Nebenprodukte, beispielsweise Dioxine, die Gewässer belasten könnten. Das TCF-Siegel kennzeichnet vor allem Papiererzeugnisse. Man findet es aber auch auf verschiedenen Hygieneartikeln und Textilien vor.

Thermopapiere
Thermopapier ist eine besondere Papierart, deren Oberfläche mit einer wärmeempfindlichen Beschichtung versehen ist. Wird das Papier in einem Thermodrucker erhitzt – beispielsweise beim Drucken von Kassen-bons – reagiert diese Schicht chemisch und verfärbt sich an den erhitzten Stellen dunkel. Dadurch entsteht das Druckbild, ohne dass Tinte, Toner oder Farbbänder erforderlich sind.

Umweltpapiere
Als Umweltpapiere werden besonders nachhaltige und ressourcenschonende Papiersorten bezeichnet. Sie werden entweder aus Altpapier hergestellt oder stammen aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern. Umwelt-papiere werden durch unabhängige Label und Zertifikate ausgezeichnet, die ökologische Standards garantieren. Umweltpapiere lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen:

  • Recyclingpapier: Besteht vollständig aus Altpapier. Durch die Wiederverwertung müssen für diese Papiere direkt keine Bäume gefällt werden.
  • Frischfaserpapier (aus nachhaltiger Forstwirtschaft): Wird aus frischem Holzzellstoff gewonnen, stammt aber aus Wäldern, die nach strengen ökologischen und sozialen Standards bewirtschaftet werden und z.B. Kriterien TCF, PEFC und/oder FSC erfüllen.

Ungeriestes Papier
Ungeriestes Papier ist Kopier- oder Druckerpapier, das lose in einem Karton geliefert wird und nicht in einzelne Riese (z. B. zu je 500 Blatt) verpackt ist. Ein Karton enthält üblicherweise 2.500 Blatt ohne zusätzliches Ries-Einschlagpapier. Der Begriff „ungeriest“ steht somit für unverpacktes, lose eingelegtes Papier. Diese Verpackungsform eignet sich besonders für Unternehmen und Großverbraucher mit hohem Papierbedarf, da das zeitaufwendige Öffnen und Entsorgen mehrerer Einzelpackungen entfällt. Häufig kann die Papierbox direkt neben dem Drucker oder Kopierer aufgestellt werden, wodurch das Nachfüllen schneller und effizienter erfolgt. Darüber hinaus bietet ungeriestes Papier ökologische Vorteile: Durch den Verzicht auf Einzelverpackungen werden Verpackungsmaterialien eingespart und das Abfallaufkommen deutlich reduziert.
Je nach Hersteller werden für diese Verpackungsart auch Bezeichnungen wie Speedbox, Maxbox/Maxibox, Cleverbox, Quickbox, NonStopBox, FastPack oder Grab-and-Go verwendet.

Ungestrichenes Papier
Ungestrichenes Papier (uncoated) überzeugt durch seine natürliche, matte und offenporige Oberfläche. Es eignet sich besonders für Drucksachen, bei denen ein authentischer Eindruck und ein nachhaltiges Erscheinungsbild wichtig sind. Dank der blendfreien Optik bietet es eine hohe Lesefreundlichkeit und fühlt sich angenehm an. Dadurch ist es vielseitig einsetzbar – von hochwertigen Kunst- und Kulturprojekten bis hin zu professionellen Unternehmens- und Kommunikationsmaterialien.

Volumen
Das Papier-Volumen beschreibt die sogenannte "Dicke" eines Papierbogens im Verhältnis zu seinem Gewicht (Grammatur). Papier mit hohem Volumen ist dicker als eines mit niedrigem Volumen und dem gleichen Flächengewicht. Ein hohes Papier-Volumen entsteht, wenn das Papier bei der Herstellung weniger stark gepresst wird. Dadurch verbleibt mehr Luft im Fasergeflecht und das Papier fühlt sich dicker und griffiger an, ohne schwerer zu sein. Kurzum: Je geringer der Pressdruck, desto größer das Volumen. Je größer das Volumen, desto mehr Luft enthält das Papier und desto offener ist auch dessen Oberfläche.
Die Berechnungsformel lautet: V = (Dicke in mm × 1000) / (Grammatur in g/m²)

Vorsatzpapier
Vorsatzpapier (auch Vorsatzblatt, Vorsatz oder Buchbinderblatt genannt) ist ein spezielles Papier in Hardcover-Büchern. Es dient dazu, den Buchblock mit seinen bedruckten Seiten mit dem festen Bucheinband zu verbinden. Neben seiner praktischen Funktion als Verbindungselement trägt das Vorsatzpapier wesentlich zur Stabilität und Haltbarkeit des Buches bei und kann zugleich gestalterische Akzente setzen.

Wasserzeichenpapier
Wasserzeichenpapier ist ein hochwertiges Spezialpapier, das ein eingearbeitetes Motiv, Wappen oder Logo enthält. Dieses wird sichtbar, wenn das Papier gegen eine Lichtquelle gehalten wird, und erscheint dabei als hellere oder dunklere Struktur. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften wird Wasserzeichenpapier häufig zur Erhöhung der Fälschungssicherheit für Banknoten, Reisepässe, Briefmarken, Zeugnisse, Zertifikate, Urkunden etc. eingesetzt.
Grundsätzlich werden zwei Arten von Wasserzeichen unterschieden:

  • Echtes Wasserzeichen: Das Motiv entsteht bereits während der Papierherstellung. Durch gezielte Verdichtung oder Ausdünnung des Papierstoffs mittels spezieller Walzen (Egoutteur) wird das Wasserzeichen dauerhaft in die Faserstruktur integriert.
  • Optisches Wasserzeichen: Dieses wird nachträglich durch Druck- oder Prägeverfahren auf das fertige Papier aufgebracht und imitiert die Wirkung eines echten Wasserzeichens.

Weißgrad
Der Weißgrad von Kopierpapier beschreibt dessen Helligkeit beziehungsweise die Fähigkeit, Licht zu reflektieren. Je höher der Weißgrad, desto heller und strahlender erscheint das Papier.
Gängige Maßeinheiten für den Weißgrad:

  • CIE-Weiße (ISO 11475) - Die CIE-Weiße (Commission Internationale de l'Éclairage) ist der in Europa am häufigsten verwendete Standard zur Bestimmung des Weißgrads. Sie orientiert sich stark am Helligkeitsempfinden des menschlichen Auges.
  • ISO-Weiße (ISO 2470) - Diese alternative Messmethode wird vor allem im internationalen und industriellen Umfeld eingesetzt. Sie bewertet den Weißgrad anhand des Reflexionsvermögens des Papiers unter definierten Bedingungen.

Wellpappe
Wellpappe ist ein Verpackungsmaterial aus Papier, das sich durch sein geringes Gewicht und gleichzeitig hohe Belastbarkeit auszeichnet. Sie setzt sich aus mindestens einer gewellten Papierlage sowie einer oder mehreren glatten Papierbahnen zusammen, die miteinander verklebt werden. Die charakteristische Wellenstruktur sorgt für Stabilität, Polsterwirkung und eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Druck- und Stoßbelastungen.

  • Einwellige Wellpappe - Besteht aus einer gewellten Papierbahn zwischen zwei glatten Deckschichten. Sie wird vor allem für leichte bis mittelschwere Produkte eingesetzt und ist die am häufigsten verwendete Wellpap-penart.
  • Mehrwellige Wellpappe (zwei- oder dreiwellig) - Hier werden mehrere Wellen- und Decklagen miteinander kombiniert. Dadurch entsteht eine besonders robuste Verpackungslösung, die sich ideal für schwere, empfindliche oder transport-intensive Güter eignet.

Zeitungsdruckpapier
Zeitungsdruckpapier (Zeitungspapier) ist ein leichtes (40–52 g/m²), ungestrichenes und überwiegend holzhaltiges Druckpapier, das speziell für den schnellen und kostengünstigen Massendruck von Tageszeitungen, Wochenzeitungen und Werbebeilagen entwickelt wurde. Es wird maschinenglatt oder leicht geglättet hergestellt. Es muss Druckfarbe schnell aufnehmen können und wird überwiegend aus deinktem Altpapier hergestellt.

Zellstoff
Zellstoff ist der wichtigste pflanzliche Rohstoff für die Papierherstellung. Er besteht hauptsächlich aus reiner Cellulose und wird zu etwa 90 % aus Holz gewonnen (Laub- und Nadelhölzer). Dazu werden Holzschnitzel mit Wasser und Chemikalien gekocht, wodurch das Lignin von den Fasern getrennt wird. Das daraus hergestellte Papier wird als holzfreies Papier bezeichnet, da die typischen Holzbestandteile entfernt wurden. Neben Holz können auch Bambus oder Stroh zur Zellstoffherstellung verwendet werden.

Zellulose
Zellulose (Cellulose) ist die am häufigsten vorkommende organische Verbindung natürlichen Ursprungs. Sie bildet den Hauptbestandteil der pflanzlichen Zellwände und gilt als das verbreitetste Biomolekül der Erde. In Pflanzen sorgt Zellulose für die Bildung besonders reißfester Fasern und trägt wesentlich zur Stabilität bei. Im Holz ist sie eng mit Lignin sowie weiteren Bestandteilen der Zellwand verknüpft. Für die Papierherstellung ist Zellulose von zentraler Bedeutung, da sie das Grundgerüst der Papierfasern bildet und somit für Festigkeit und Stabilität des Materials verantwortlich ist. Charakteristisch für Zellulose ist zudem, dass sie in Wassernicht nicht löslich ist. Die Auflösung von Cellulose ist nur durch den Einsatz geeigneter Speziallösungsmittel möglich.

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Privatkunden werden Preise mit MwSt. (brutto) und Geschäftskunden Preise ohne MwSt. (netto) angezeigt.